Nie wieder Alkohol – Warum du darauf möglichst verzichten solltest

Nie wieder Alkohol: Das Feierabend-Bier, der Wein zum Essen oder auch etwas mehr Alkohol am Wochenende zählen für viele zu den geschätzten Alltagsgewohnheiten. Um die negativen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums wissen wir alle, aber gegen diesen moderaten Genuss wird doch wohl nichts einzuwenden sein?

Solange Sie auch einmal ein paar Tage ohne Alkohol auskommen, ist aus medizinischer Sicht tatsächlich wenig zu kritisieren. Sie werden aber überrascht sein, wie schnell und gravierend sich Ihr Körper verändert, wenn Sie ganz auf Alkohol verzichten oder nur noch sehr selten ein Glas trinken.

Ganz leicht abnehmen

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Alkoholische Getränke enthalten jede Menge Kalorien. Mit einem halben Liter Bier nehmen Sie 215 kcal auf, mit 0,1 Liter Wein immerhin knapp 70 kcal. Alkohol liefert uns zwar viele Kalorien, aber wenig Nährstoffe. Man spricht deswegen auch von Leerkalorien, die – ansonsten vollkommen wertlos – nur auf den Hüften landen.

Dazu kommt die appetitanregende Wirkung des Alkohols. Vor allem Fettiges schmeckt uns jetzt besonders gut. Die Kalorien daraus werden ebenfalls überwiegend gespeichert, da der Körper sich zunächst um den Alkoholabbau kümmert. Ohne Alkohol durchbrechen Sie diesen Teufelskreis und werden schnell über das Ergebnis staunen, wenn Sie wieder mal auf die Waage treten.

Bessere Cholesterinwerte

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Alkohol geht ins Blut. Er verbreitet sich über den Blutkreislauf schnell im ganzen Körper und verteilt dabei auch seine Triglyceride, sogenannte Neutralfette.

Übermäßig viele dieser Triglyceride im Blut erhöhen das Risiko von Gefäßverkalkung, späteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschlechtern den Cholesterinwert messbar. Eine englische Studie an Mäusen zeigte 2011, dass dieser Effekt besonders gravierend und nachhaltig nach einem größeren Trinkgelage auftritt, wie es vor allem Wochenendtrinker gern regelmäßig feiern.

Geringeres Diabetes-Risiko

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Nach dem Genuss von Alkoholika ist unser Körper vor allem mit Alkoholabbau beschäftigt. Andere wichtige Stoffwechselprozesse müssen sich hinten anstellen.

Das betrifft vor allem die Leber, die nun weniger Zucker ausschüttet. Nachdem der Blutzucker durch die alkoholischen Kalorien zunächst ansteigt, fällt er dann umso deutlicher ab.

Am Abend ist das besonders für Diabetiker gefährlich, denn nun droht Unterzuckerung. Gleichzeitig setzt der Alkoholabbau aber auch Fettsäuren frei, die von der Leber eingelagert werden. Das begünstigt die Entstehung einer Fettleber, die sich zu einer gefährlichen Leberzirrhose entwickeln kann oder auch eine Diabeteserkrankung folgen lässt. Mit einem Alkoholverzicht tun Sie Ihrer Leber also auf vielfache Weise Gutes.

Besser schlafen

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Etwas Alkohol hilft beim Einschlafen und garantiert ruhigen Schlaf, glauben immer noch viele. Dieser Mythos vom Schlummertrunk hält sich hartnäckig. Allerdings verursacht Alkohol nur nach einem wirklichen Gelage tiefen, fast schon komatösen Schlaf.

Der ist von seiner Gehirnaktivität her aber genauso ungesund wie der Schlaf nach nur einem Drink vor dem Zubettgehen. Schlafforscher haben gezeigt, dass unser Gehirn durch Alkohol in einem relativen Wachzustand gehalten wird, auch wenn wir tatsächlich schlafen.

Träume fallen dann intensiver aus, gleichzeitig bleibt aber die dringend benötigte Erholung für das Gehirn aus. Wir fühlen uns am nächsten Tag abgeschlagen und unmotiviert, was zusätzlich verstärkt wird, wenn das Bier vom Abend in der Nacht oder frühmorgens auf die Blase drückt und wir deswegen aufstehen müssen.

Konzentrierter durch den Tag

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Findet unser Gehirn in der Nacht nicht den Weg in die wichtigen tieferen Schlafphasen, merken wir das tags darauf schnell an unserer Stimmung und vor allem der Konzentrationsfähigkeit.

Daneben nimmt der Alkohol aber auch direkte Einwirkung und stört fragile Prozesse zwischen den Neurotransmittern in unserem Gehirn.

Vor allem die vorderen Hirnlappen – zuständig für Lernen, Konzentration, Impulskontrolle und anderes Verhalten – sind betroffen.

Zum Glück sind diese Prozesse aber meistens umkehrbar, wenn Sie über einen Zeitraum von mehreren Monaten auf Alkoholika verzichten.

Das Gehirn repariert sich dann von selbst und sie fühlen sich bald geistig fitter, denn erst bei chronischem Alkoholmissbrauch bleiben tatsächlich irreparable Hirnschäden zurück.

Für Sportler: besserer Muskelaufbau

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Damit Muskeln wachsen können, benötigen Sie Energie aus Nahrung. Die erhalten sie über den Stoffwechsel, für den auch die Leber zuständig ist.

Wenn die aber nach dem Training bei einem geselligen Umtrunk oder auch sonst am Tage mit dem Abbau von Alkohol beschäftigt ist, kommen diese Stoffwechselprozesse zu kurz und die Muskelzellen erhalten weniger Energie.

Dazu entzieht Alkohol dem Körper Flüssigkeit, was die Nährstoffversorgung der Muskelzellen zusätzlich hemmt. Auch die Ausschüttung des für den Muskelaufbau wichtigen Sexualhormons Testosteron wird durch Alkohol gebremst – Sie ahnen wahrscheinlich schon, welche Wirkung das noch nach sich zieht.

Schwung für das Liebesleben

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Das Wichtigste vorweg: gelegentlich geringe Mengen alkoholischer Getränke schaden Libido und Sexualleben keineswegs. Sie können sogar positive Effekte entfalten: beispielsweise durch enthemmende oder gefäßerweiternde Wirkung.

Vermehrter Alkoholgenuss – ob nun einmalig oder regelmäßig – kann das Liebesleben dagegen nachhaltig ruinieren. Mangelndes Testosteron senkt die Lust, fördert beim Mann erektile Dysfunktion, die dann meist von durch Alkohol geschädigten Nervenbahnen noch verstärkt wird.

Manchmal wird dabei auch die Brust voller und weiblicher, weil die Leber Östrogene nicht mehr ausreichend abbaut. Frauen schadet zu viel Alkohol übrigens kaum weniger: er bringt ihren Zyklus durcheinander, hemmt auch bei ihnen die Lust und verhindert manchen Babywunsch durch negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit – deswegen besser öfters tief in die Augen des Partners als ins Glas schauen!

Einfach besser aussehen

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Aussehen und gutes Körpergefühl spielen im Liebesleben natürlich auch eine wichtige Rolle. Ein Alkoholverzicht schenkt beides.

Wir wissen bereits, dass Alkohol uns Flüssigkeit entzieht. Das zeigt sich sofort an unserer Haut: sie wirkt schlaffer und verliert an gesunder natürlicher Farbe.

Auch wichtige Nährstoffe kann die Haut dann schlechter aufnehmen. Das Hautbild wird großporiger und anfälliger für Entzündungen. Stark zuckerhaltige alkoholische Getränke wie Cocktails verstärken diese Effekte noch. Greifen Sie lieber zu einem Glas Wasser als Alternative, denn das ist ein wahres Wundermittel für die Haut und sorgt schon Minuten nach dem Trinken für stärkere Hautdurchblutung und ein besseres Aussehen.

Rundum gesünder

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Menschen, die ohne oder mit sehr wenig Alkohol leben, erkennen Sie aber nicht nur an deren Haut. Sie werden diese Zeitgenossen auch selten beim Arzt treffen. Alkohol schwächt unsere natürliche Immunabwehr und hemmt die Bildung wichtiger Fresszellen, die sich Infektionen in den Weg stellen. Deswegen sollte spätestens bei Krankheit oder Erkältung komplett auf Alkohol verzichtet werden, auch wenn ein steifer Grog fälschlicherweise immer noch als probates Hausmittel gilt.

Das alles soll Ihnen ein gelegentliches Glas mit Partner, Partnerin oder mit Freunden nicht madigmachen. Aber vielleicht denken Sie einfach gelegentlich daran, was Sie Ihrem Körper alles Gutes tun, wenn Sie zu manchem Glas auch einmal Nein sagen.

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Über den Autor

Laura

Laura Stein ist Ernährungscoach und überzeugte Low-Carb-Eaterin. In ihren Artikeln gibt sie ihren Erfahrungsschatz aus jahrelanger Tätigkeit als Ernährungscoach weiter, welcher sich auf eine gesunde Ernährung, dem gesunden Abnehmen mit Low-Carb, sowie der Steigerung der Lebensqualität bezieht.

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