Lebensfreude

4. Juli 2018

Negative Gedanken endlich loswerden

Negative Gedanken kennt jeder. Belastend und sogar gefährlich wird es, wenn sich negative Gedanken im Kreis drehen und dir dauerhaft auf die Stimmung schlagen.

Denn permanent negative Gedanken zu haben, fördert Depressionen und wirkt sich langfristig schädigend auf deinen Körper aus. Neben psychischen Problemen können dann auch körperliche Krankheiten entstehen.

Deshalb ist es so wichtig, negative Gedanken zu stoppen und zu überwinden.

Wie du negative Gedanken loswerden und damit deine Lebensqualität erhöhen kannst, erfährst du in einer praktischen 5-Punkte-Anleitung.

Drei wichtige Ursachen negativer Gedanken

Negative Gedanken haben zahlreiche Ursachen. Gemeinsam haben sich im Kreis drehende negative Gedanken, dass sie Psyche und Alltag beeinträchtigen.

In Gedankenschleifen scheint man oft festzuhängen, ohne sich daraus befreien zu können.

Das Karussell der negativen Gedanken dreht sich anscheinend automatisch. Manchmal schafft man es, für kurze Zeit auszusteigen.

Man hat sich erfolgreich abgelenkt – aber meist nur für eine kurze Weile.

Denn die negativen Gedanken sind längst zur Gewohnheit geworden. Nach einer Verschnaufpause genügt ein kleiner, leiser Gedanke, um wieder mitten im Gedankenkarussell zu sitzen.

Wenn dir das bekannt vorkommt, ist es an der Zeit, deine Gedanken grundlegend zu ändern.

Denn negative Gedanken halten dich nicht nur davon ab, dein Leben zu genießen, sondern können krank machen.

Wichtig

Entscheidend ist, sich der Ursachen von negativen Gedanken bewusst zu werden. Dies ist der erste Schritt, um dauerhaft aus dem Gedankenkarussell auszusteigen.

Welche die häufigsten Gründe für negative Gedanken sind, zeigt die folgende 3-Punkte-Übersicht.

1. Unzureichende Reflektion

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Eine der häufigsten Ursachen von negativen Gedanken besteht darin, sich ihnen einfach auszuliefern. Wahrscheinlich denkst auch du zu selten über deine Gedanken nach. Es mangelt dir also an Reflektion über deine Gedanken. So geht es vielen Menschen.

Der erste Schritt besteht darin, sich Folgendes bewusst zu machen: Gedanken sind zunächst nur Gedanken und nicht mehr. Sie sind nicht die Realität. Manche Menschen hängen so stark im Gedankenkarussell fest, dass ihnen ihre Gedanken als die Wirklichkeit erscheinen.

Gedanken und die inneren Bilder, die mit ihnen entstehen, erscheinen dann schnell wie die Realität. Du erinnerst dich zum Beispiel an eine Situation, in der du das Gefühl hattest, dich unpassend verhalten zu haben.

So steigerst du dich beispielsweise in die Vorstellung hinein, etwas Dummes gesagt zu haben.

Nun denkst du, dass alle anderen Anwesenden sich genau an deine Worte erinnern, darüber nachdenken und dich für seltsam halten.

Bei nüchterner Betrachtung ist dies relativ unwahrscheinlich, denn jeder Mensch interpretiert Geschehnisse anders – und ist am meisten mit sich selbst beschäftigt.

Zu diesem Schluss kannst du jedoch nur kommen, wenn du über negative Gedanken reflektierst.

2. Die Suche nach Lösungen

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Manchmal hängen wir in negativen Gedankenschleifen fest, weil wir verzweifelt nach einer Lösung suchen.

Deshalb denken wir immer wieder über das gleiche Problem nach, in der Hoffnung, endlich auf die entscheidende Idee zu kommen.

Für das Gehirn hat Nachdenken vor allem den Zweck, Lösungen zu erkennen und dadurch zu lernen.

Solange es keine Lösung gefunden hat, geht es den gleichen Weg immer wieder.

Genau dadurch entstehen Gedankenschleifen: Dein Gehirn prüft immer wieder aufs Neue, ob es nicht doch ein Detail übersehen hat, das zur Lösung führen könnte.

Diese Eigenschaft des Gehirns ist grundsätzlich etwas Gutes. Problematisch wird es, wenn keine endgültige Lösung erforderlich ist oder gar keine existiert.

Außerdem gibt es eine weitere Erschwernis: Manchmal stehen wir vor schwierigen Entscheidungen. Solange wir uns dann in Gedanken um irgendein Problem im Kreis drehen, können wir vor der Entscheidung davon laufen.

Wichtig

Negative Gedanken und das Gedankenkarussell dienen also oft unbewusst dazu, uns von wichtigen Entscheidungen abzulenken. Denn so lange wir in Gedanken damit beschäftigt sind, die Lösung für ein vielleicht gar nicht lösbares Problem zu finden, müssen wir uns nicht mit der wichtigen Entscheidung beschäftigen.

3. Negative Gedankenmuster

Die Art, wie wir denken, hat viel mit erlernten Mustern zu tun.

Leider handelt es sich dabei häufig um negative Gedankenmuster, die leicht zu nicht enden wollenden Gedankenschleifen führen.

Diese Muster sind eine weitere Ursache negativer Gedanken, über die du dir unbedingt bewusst werden solltest.
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Meistens stammen diese gedanklichen Muster nicht einmal von einem selbst. Man hat sich also nicht bewusst für bestimmte gedankliche Gewohnheiten entschieden.

Stattdessen tragen wir viele solcher Muster schon den Großteil unseres Lebens mit uns herum.

Übernommen haben wir sie durch unsere Erziehung, prägende Menschen und Erfahrungen in unserem Leben.

Diese Muster kannst du dir als eine Art Programmierung vorstellen. Solange niemand das Programm ändert, läuft es immer weiter auf den gewohnten Pfaden.

Nur eine bewusste und radikale Programmänderung führt dazu, alte Gedankenmuster abzulegen.

Mit welchen Schritten du deine Programmierung ändern kannst, lernst du in der folgenden 5-Punkte-Anleitung.

Negative Gedanken loswerden

Wir haben soeben die wichtigsten Ursachen negativer Gedanken betrachtet.

Das Wissen um diese Ursachen ist bereits der erste Schritt zur Lösung des Problems. Denn nur wer weiß, wie negative Gedanken entstehen, ist auch in der Lage, sie zu überwinden.

Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir in fünf Punkten, wie du negative Gedanken dauerhaft hinter dir lässt.

1. Erkenne negative Gedanken

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Du weißt bereits, dass mangelnde Reflektion ein wesentlicher Grund für negative Gedanken ist.

Zunächst musst du lernen, negative Gedanken zu erkennen und über sie nachzudenken. Dadurch wirst du dir darüber bewusst, warum du wann welche negativen Gedanken hast.

Halt inne, sobald negative Gedanken auftauchen und sage zu dir selbst: „Stopp!“

Schau dir den negativen Gedanken und die Situation, in der er auftauchte, genau an. Stelle dir folgende Fragen:

Warum taucht diese Gedanke jetzt auf?
Was bringt mir der Gedanke?

Auf diese Weise machst du dir den negativen Gedanken bewusst und lässt dich nicht blind von ihm ins Gedankenkarussell hineinreißen. Du lernst, deine Gedanken mit Abstand zu betrachten und auch emotional einen Schritt zurückzutreten.

Du bestimmst, was du denken und fühlen möchtest.

Dafür brauchst du eine wichtige neue Gewohnheit: Du musst dich bewusst für oder gegen bestimmte Gedanken und Gefühle entscheiden. Du hast die Wahl!

Wenn du das nächste Mal in der Gedankenschleife festhängst und dein Gehirn immer wieder das gleiche Szenario abspielt: Verzichte darauf, eine Lösung des gedanklichen Problems zu finden.

Denn wenn du partout keine Lösung findest, scheint es womöglich gar keine zu geben.

Entscheide dich dann bewusst dafür, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Lass den Gedanken endgültig fallen und nimm dir vor, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Du kannst Vergangenes nicht ändern und deshalb ist es nutzlos, sich gedanklich darum im Kreis zu drehen. Triff die bewusste Entscheidung, die Vergangenheit zu akzeptieren und wende deine Aufmerksamkeit positiven Gedanken zu.

2. Akzeptiere deine negativen Gedanken

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Denke daran, dass niemand perfekt ist und mach weiter.

Wenn das nächste Mal ein negativer Gedanke auftaucht, ist es wichtig, ihn nicht zu unterdrücken und zu verdrängen. Akzeptiere stattdessen den Gedanken, und zwar vollkommen.

Denn verdrängte Gedanken kehren zu einem späteren Zeitpunkt mit vielfacher Wucht zurück. Deshalb akzeptiere den Gedanken zunächst und lass ihn zu.

Dann schaust du dir den Gedanken ganz genau an und reflektierst über ihn, wie bereits oben beschrieben.

Denke nicht unentwegt über einen Fehler, den du gemacht hast, nach. Keiner ist perfekt. Viel wichtiger ist es, dass du dich der Zukunft zuwendest.

3. Stelle negative Gedanken in Frage

Mach dir bewusst, dass Gedanken deinem Gehirn entspringen.

Sicherlich hast du etwas Fantasie und weist, dass dein Hirn in der Lage ist, sich Einiges auszudenken und in Vieles hineinzusteigern.

Und jetzt prüfe, wie viel Fantasie in deinen negativen Gedanken steckt.

Auch wenn du emotional tief in deinen Gedankenschleifen hängst: Versuche, einen Schritt zurückzutreten. Betrachte dich von außen, aus der Perspektive eines wohlmeinenden, aber neutralen Beobachters.

Stelle dir die Frage: Wie viel haben meine Gedanken tatsächlich mit der Realität zu tun? Was sind Tatsachen und in was habe ich mich bloß hineingesteigert?

Versuche stets, eine andere Perspektive einzunehmen und deine Situation und Gedanken mit den Augen einer anderen Person zu betrachten.

Beim Perspektivenwechsel stellst du dir folgende Fragen:

Entspricht der Gedanke wirklich der Realität?
Was spricht dafür, dass der Gedanke Unsinn ist?
Bringt mir der Gedanke irgendetwas Positives?

Wichtig

Indem du dir deinen Gedanken genau anschaust und ihn analysierst, trainierst du eine neue Gewohnheit: Dich bewusst für oder gegen deine Gedanken zu entscheiden.

4. Transformiere deine Gedanken

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Wenn du gelernt hast, von negativen Gedanken Abstand zu nehmen, sie aus einer neutralen Perspektive heraus zu analysieren und dich bewusst gegen bestimmte Gedanken zu entscheiden, bist du bereit für einen weiteren Schritt.

Du weißt, dass du die Wahl hast, was du denken und fühlen möchtest. Somit kannst du dich bewusst für positive Gedanken entscheiden.

Wer lange Zeit in negativen Gedankenschleifen steckte, hat damit jedoch anfangs Schwierigkeiten.

Zur Transformation deiner Gedanken gehört etwas Übung. Wann immer ein negativer Gedanke in deinem Bewusstsein auftaucht, tauschst du ihn gegen einen positiven aus.

Das funktioniert am besten, indem du dir schon vorher eine positive Gegenantwort zurechtlegst und dadurch gut vorbereitet bist.

Sobald der negative Gedanke auftaucht, lässt du ihn fallen und stellst dir stattdessen den positiven Gedanken möglichst bildlich vor.

5. Halte Abstand von Negativität

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Du möchtest unbeschwert und sorgenfrei dein Leben genießen und dein Bewusstsein mit positiven Gedanken füllen.

Dazu ist es unerlässlich, Negativität in ihren verschiedenen Formen so gut wie möglich aus deinem Leben zu verbannen. Meide negative Nachrichten, Ereignisse und Menschen, die dir nicht gut tun.

Dein neuer innerer Fokus auf positive Gedanken funktioniert am leichtesten, wenn du dich auch in der Außenwelt mit Positivem umgibst und beschäftigst.

Wichtig

Halte dich von Lästereien, öffentlichen Dramen berühmter Personen und negativ denkender Menschen in deinem persönlichen Umfeld fern.

Verbringe stattdessen deine Zeit mit Personen, die eine positive Grundeinstellung besitzen und dir gut tun.
Umgib dich mit positiven Menschen in einem angenehmen Ambiente.

So gehören negative Gedanken der Vergangenheit an

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Du kennst nun die drei wichtigsten Ursachen für negative Gedanken und hast in der 5-Punkte-Anleitung gelernt, mit welchen Strategien du negative Gedanken loswerden kannst.

Jetzt gilt es, diese Erkenntnisse zu verinnerlichen und in die Tat umzusetzen. Konzentriere dich von nun an auf das Schöne, Positive und deinen Erfolg und lass negative Gedanken ein für alle Mal der Vergangenheit angehören.

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Laura Stein - Verfasser/In

Laura Stein ist Ernährungscoach und überzeugte Low-Carb-Eaterin. In ihren Artikeln gibt sie ihren Erfahrungsschatz aus jahrelanger Tätigkeit als Ernährungscoach weiter, welcher sich auf eine gesunde Ernährung, dem gesunden Abnehmen mit Low-Carb, sowie der Steigerung der Lebensqualität bezieht.

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